So machen Sie Ihre Heizung winterfit!
Herbstzeit bedeutet Heizungszeit – jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Ihre Heizung „winterfit“ zu machen. Eine regelmäßige Wartung ist entscheidend, um die Lebensdauer der Heizungsanlage zu erhöhen und zugleich Geld und Energie zu sparen. Doch worauf ist zu achten und wann ist eine Wartung wirklich notwendig? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einfachen Schritten, Ihre Heizungsanlage auf die kalte Jahreszeit vorbereiten, damit sie zuverlässig für behagliche Wärme sorgt.
TL;DR – Das Wichtigste in Kürze:
- Beginnen Sie die Heizsaison immer mit gut gewarteten, entlüfteten Heizkörpern.
- Dabei kann jedoch Wasser aus den Heizkörpern entweichen und somit notwendig sein, das Heizungswasser nachzufüllen. Wie viel Sie nachfüllen müssen, verrät ein Blick auf das Manometer Ihrer Heizung.
- Um langfristige Schäden an der Heizungsanlage zu vermeiden, sollten Sie auf die Qualität des Heizungswassers achten (Richtlinie VDI 2035).
- Überprüfen Sie regelmäßig die Einstellung der Vorlauftemperatur. Ein optimaler Wert liegt je nach Gebäude und Heizsystem meist zwischen 50 und 60 Grad Celsius.
- Alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser. Eine neue, moderne Umwälzpumpe senkt die Stromkosten um ein Vielfaches. Denn sie verbraucht bis zu 80 % weniger Energie als ein altes Modell.
So prüfen Sie den Wasserdruck in Ihrer Heizungsanlage

Eine gut funktionierende Heizung sorgt für angenehme Wärme, besonders in den Wintermonaten. Dabei ist es sehr wichtig, den Wasserdruck vor und während der Heizperiode in Ihrer Heizungsanlage zu überprüfen und ggf. Wasser nachzufüllen.
Der Wasserdruck in der Heizungsanlage ist ein Indikator dafür, ob Ihr Heizsystem richtig funktioniert. Ist der Druck zu niedrig, kann die Heizung nicht mehr effizient arbeiten, was zu höheren Heizkosten führt und die Lebensdauer Ihrer Heizungsanlage verkürzt. Zudem besteht die Gefahr, dass die Heizung ausfällt, wenn der Druck zu weit sinkt. Daher ist es wichtig, den Druck regelmäßig zu kontrollieren und gegebenenfalls Wasser nachzufüllen.
Die Druckanzeige, auch Manometer genannt, Ihrer Heizungsanlage befindet sich normalerweise an der Vorderseite des Heizkessels. Der optimale Druckwert liegt im grünen Bereich des Manometers. Sollte der Druck unter diesen Bereich sinken, ist es Zeit, Wasser nachzufüllen, sonst werden die Heizkörper nicht wirklich warm. Wenn der Zeiger über dem grünen Bereich liegt, ist der Druck zu hoch.
Um den Wasserdruck zu prüfen, schauen Sie einfach auf die Druckanzeige Ihrer Heizungsanlage. Ist der Zeiger im grünen Bereich, ist alles in Ordnung. Sollte er sich jedoch im roten Bereich befinden, ist der Wasserdruck zu hoch und Sie sollten Druck ablassen. Sollte dies nicht helfen, so sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen. Ist der Zeiger hingegen im unteren Bereich, also unter 1,0 bar, ist der Wasserdruck zu niedrig und es muss Wasser nachgefüllt werden.
Doch Vorsicht: Wasser ist nicht gleich Wasser
In älteren Heizungsanlagen, die bereits einige Jahre oder gar Jahrzehnte in Betrieb sind, kann in der Regel ganz unproblematisch normales Brauchwasser aus der Leitung zum Nachfüllen verwendet werden. Diese Anlagen sind in der Regel robust gebaut und vertragen das Leitungswasser gut.
Wenn Sie jedoch eine moderne Heizungsanlage installiert haben, ist beim Nachfüllen von Wasser Vorsicht geboten. Hier gilt es, die Richtlinie VDI 2035 zu beachten.
Diese beschreibt die Mindestanforderungen an die Wasserqualität, um eine optimale Funktion Ihrer Heizungsanlage zu gewährleisten. Die Richtlinie dient dazu, Ablagerungen und damit einhergehende Schäden an Ihrer Heizungsanlage zu vermeiden.
Das Wasser, das Sie zum Befüllen Ihrer Heizungsanlage verwenden, sollte also nicht einfach aus dem Wasserhahn kommen, sondern bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Weitere wichtige Informationen zur VDI 2035 Richtlinie haben wir für Sie im nächsten Absatz zusammengefasst.
Bei einer bestehenden, älteren Heizungsanlage ist das Nachfüllen von Wasser eine einfache Prozedur, die Sie selbst durchführen können. Dabei benötigen Sie lediglich einen Schlauch und eine Wasserquelle, z.B. einen Wasserhahn. Der Schlauch wird an die Nachfüllarmatur Ihrer Heizungsanlage und an den Wasserhahn angeschlossen.
Öffnen Sie zuerst langsam den Wasserhahn und im nächsten Schritt die Nachfüllarmatur Ihrer Heizungsanlage, damit das Wasser in die Heizungsanlage fließen kann. Beobachten Sie dabei stets die Druckanzeige. Sobald der Zeiger im grünen Bereich und zwischen 1,0 und 2,0 bar ist, können Sie nun die Nachfüllarmatur und dann den Wasserhahn wieder schließen und den Schlauch abnehmen.
Bitte beachten Sie, dass Sie dabei vorsichtig vorgehen und nicht zu viel Wasser nachfüllen. Ein zu hoher Druck kann ebenso problematisch sein wie ein zu niedriger Druck. Sollten Sie sich unsicher fühlen oder das Problem nicht beheben können, zögern Sie nicht, einen Fachmann zu kontaktieren.
Sollte Ihr Manometer defekt sein, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Ein neues Manometer ist einfach zu bekommen und leicht zu montieren. Für nur ca. 5 Euro können Sie ein einfaches, aber hochwertiges Manometer erwerben.
Manometer gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Manometer die richtige Wahl für Ihr Zuhause ist, empfiehlt es sich, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.
Wasserqualität für eine optimale Heizungsanlage: VDI 2035 Richtlinien beachten!
Um langfristige Schäden an der Heizungsanlage zu vermeiden, sollten Sie auf die Qualität des Heizungswassers achten. „Normales“ Trinkwasser, welches Kalk und Salze enthält, kann zu Schäden an der Anlage führen.
Die VDI 2035 schreibt dazu konkrete Richtlinien vor, wie das Heizungswasser hinsichtlich Härte, pH-Wert und elektrischer Leitfähigkeit einzustufen ist. Es muss also bestimmte Eigenschaften aufweisen, damit vor allem eine neue Anlage optimal funktioniert und es zu keinen Verkalkungen kommt.
Insbesondere moderne Heizungsanlagen sind nämlich deutlich effizienter als die alten Geräte. Sie verbrauchen bei gleicher Leistung weniger Energie und haben kompaktere Bauteile wie Wärmetauscher und Co. Dank der dünneren Wandstärken und geringeren Rohrdurchmesser ist eine verlustarme Energieübertragung möglich.
Große Pufferspeicher erhöhen das Wasservolumen im Vergleich zur Heizfläche im Wärmetauscher des Heizkessels. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass sich Kalk oder Schlamm ablagern und den Wärmetauscher beschädigen.
Achten Sie deshalb bei der Inbetriebnahme Ihrer Heizungsanlage unbedingt auf die Angaben des Herstellers zur notwendigen Wasserqualität. Nur wenn Sie diese Anforderungen einhalten, gewährt Ihnen der Hersteller eine Garantie. Tun Sie das nicht, verletzen Sie die Garantiebedingungen. Meistens wird dazu die VDI 2035 als Grundlage herangezogen.
Empfohlen wird hier die MegaFill Einwegpatrone zur Heizungswasseraufbereitung zum Erst- oder Nachbefüllen der Heizungsanlage.
Wie Sie außerdem Ihre Wasserleitungen vor gefährlichen Kalkablagerungen schützen können, erfahren Sie in unserem Beitrag „Kalkablagerungen in Wasserleitungen: So schützen Sie Ihre Rohre„.
Heizkosten sparen und Umwelt schonen: Einstellung Ihrer Heizungsanlage optimieren
In vielen Haushalten gibt es noch ältere Heizungsanlagen, die durchaus effektiv arbeiten könnten, jedoch häufig nicht richtig eingestellt sind und dadurch mehr Brennstoff verbrauchen als eigentlich nötig. Dies führt nicht nur zu unnötig hohen Heizkosten, sondern belastet auch die Umwelt durch einen erhöhten CO2-Ausstoß.
Ein häufiges Problem bei Heizungsanlagen ist die zu hohe Einstellung der Vorlauftemperatur im Kessel. Wenn diese zu hoch eingestellt wird, kann es dazu führen, dass die Heizkörper und somit auch die Räume zu stark aufgeheizt werden.
Die Folgen hiervon können sowohl unangenehmes Raumklima durch Überhitzung als auch ein unnötig hoher Energieverbrauch sein. Denn sobald die Heizkörper zu heiß werden, schließen sich die Thermostatventile. Das Heizwasser kühlt daraufhin ab und die Heizung springt erneut an. Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder, was zu einem ineffizienten Betrieb der Heizungsanlage führt.
Als Besitzer einer Heizungsanlage sollten Sie daher regelmäßig die Einstellung der Vorlauftemperatur überprüfen. Ein optimaler Wert liegt je nach Gebäude und Heizsystem meist zwischen 50 und 60 Grad Celsius. Falls Sie sich unsicher sind, empfehlen wir, einen Fachmann zurate zu ziehen.
Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird, ist die richtige Einstellung der Heizkurve. Diese bestimmt, wie viel Wärme die Heizungsanlage in Abhängigkeit von der Außentemperatur abgeben soll. Ist die Heizkurve falsch eingestellt, kann dies ebenfalls zu einer ineffizienten Nutzung der Heizenergie führen.
Unser Tipp: Lassen Sie die Systemtemperaturen und die Heizkurve von einem Fachmann einstellen. Dieser kann die optimalen Einstellungen für Ihre spezifische Heizungsanlage und Ihre individuellen Bedürfnisse vornehmen. Eine einmalige Investition in eine professionelle Einstellung kann Ihnen langfristig hohe Heizkosten sparen und die Lebensdauer Ihrer Heizungsanlage verlängern.
Eine moderne Heizungspumpe spart jede Menge Strom – der Austausch einer alten Pumpe lohnt sich!

Im Herzen jedes Heizsystems steckt eine Pumpe, die dafür sorgt, dass das warme Wasser zu den Heizkörpern transportiert wird. Viele ältere Modelle sind jedoch echte Energiefresser. Sie arbeiten kontinuierlich auf voller Leistung, auch wenn dies nicht nötig ist. Hier können moderne, energieeffiziente Pumpen einen Unterschied machen.
Energieeffiziente Heizungspumpen passen ihre Leistung an den tatsächlichen Bedarf an. Sie benötigen weniger Strom und können so erhebliche Energiekosten einsparen. Es kann sich also lohnen, eine ältere Pumpe auch dann auszutauschen, wenn sie noch funktioniert. Gerade wenn man die alte Heizungsanlage winterfit machen möchte, sollte man über einen Pumpentausch nachdenken.
Der Austausch einer alten Umwälzpumpe gegen eine moderne, energieeffiziente Variante ist eine Investition, die sich schnell auszahlt. Nicht nur, dass Sie Ihre Energiekosten reduzieren, Sie leisten zudem einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Denn weniger Energieverbrauch bedeutet auch weniger CO2-Emissionen.
Doch wie erkennen Sie, ob Ihre Pumpe zu den Energiefressern gehört? Ein Indikator kann das Alter sein: Ist Ihre Pumpe älter als 10 Jahre, lohnt sich ein Austausch in den meisten Fällen. Auch ein hoher Stromverbrauch ist ein Hinweis. Moderne Pumpen verbrauchen im Vergleich bis zu 80% weniger Energie.
Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten und prüfen Sie, ob ein Austausch in Ihrem Fall sinnvoll ist. Machen Sie Ihre Heizungsanlage winterfit und investieren Sie in eine energieeffiziente Pumpe. Es ist eine Entscheidung, die sich auszahlt – für Ihre Geldbörse und für die Umwelt. Weitere Informationen zur Umwälzpumpe finden Sie im Beitrag „Heizungspumpe – das Herzstück in jeder Heizungsanlage„.
Verbessern Sie die Isolierung Ihrer Heizungsrohre – Energie sparen und Heizkosten senken!

Die richtige Isolierung Ihrer Heizungsrohre kann Ihnen helfen, Heizkosten zu senken und Ihre Heizungsanlage winterfest zu machen. Als Hausbesitzer oder Heimwerker sollten Sie diesen Aspekt keinesfalls vernachlässigen, denn eine effektive Dämmung trägt entscheidend dazu bei, Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen.
In einem typischen Haushalt geht ein großer Teil der Wärme durch ungenügend isolierte Rohre verloren. Bei Rohren, die Heißwasser führen, ist dieser Wärmeverlust besonders hoch. Durch die richtige Dämmung können Sie diesen Wärmeverlust erheblich reduzieren und somit Ihre Heizkosten senken.
Die Heizungsrohre zu isolieren, ist eine verhältnismäßig einfache und kostengünstige Maßnahme. Es gibt verschiedene Arten von Dämmmaterialien, die Sie verwenden können, darunter Schaumstoff, Glas- oder Steinwolle. Das Dämmen der Rohre erfordert keine speziellen Fähigkeiten und kann von jedem Heimwerker durchgeführt werden.
Wie Sie dabei Schritt für Schritt vorgehen, haben unsere Experten für Sie im Beitrag „Heizungsrohre isolieren / dämmen“ zusammengefasst.
Entlüften Sie Ihre Heizkörper

Bevor Sie Ihre Heizung auf Hochtouren laufen lassen, sollten Sie sicherstellen, dass sie optimal funktioniert. Eine der wichtigsten Wartungsmaßnahmen ist das Entlüften der Heizkörper. Aber warum ist das notwendig und wie kann es Ihnen Geld sparen?
Wenn Sie bemerken, dass Ihre Heizkörper nicht die volle Leistung bringen oder ungewöhnliche Geräusche machen, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass Luft in Ihrem Heizsystem ist. Diese Luftblasen können die Wasserzirkulation in den Heizkörpern beeinträchtigen und so die Wärmeabgabe reduzieren. Das Resultat: Die Heizung muss länger laufen, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, was zu höheren Energiekosten führt.
Das Entlüften der Heizkörper mit einem speziellen Entlüfterschlüssel kann hier Abhilfe schaffen. Dieser Schlüssel wird in das Entlüftungsventil eingeführt, das sich normalerweise an der Seite des Heizkörpers befindet. Wenn das Ventil geöffnet wird, kann die eingeschlossene Luft entweichen, bis schließlich nur noch Heizwasser austritt. Danach wird das Ventil wieder geschlossen.
Das Entlüften der Heizkörper sollte idealerweise vor Beginn der Heizperiode erfolgen, also im Spätsommer oder Frühherbst. So können Sie sicherstellen, dass Ihre Heizung für die kalte Jahreszeit bestens vorbereitet ist.
Aber wie viel können Sie durch das Entlüften Ihrer Heizkörper sparen? Schätzungen zufolge können Sie Ihre Heizkosten um bis zu 15% reduzieren. Das mag auf den ersten Blick nicht viel erscheinen, aber aufs Jahr gerechnet kann das eine beträchtliche Summe sein.
Eine einfach Anleitung, um Heizkörper zu entlüften, finden Sie im Expertenbeitrag „Heizkörper entlüften„.
Reinigen und erneuern Sie Ihre Heizkörper, um Ihre Heizungsanlage winterfit zu machen

Ein wesentlicher Bestandteil, Ihre Heizungsanlage winterfit zu machen, ist die Reinigung und Wartung Ihrer Heizkörper. Vor allem alte Heizkörper mit Rissen oder Rost sollten Sie genau ins Auge fassen.
Die Reinigung der Heizkörper ist ein wichtiges Element für eine effiziente Heizleistung. Staub und Schmutz, die sich im Laufe der Zeit in den Rippen und Lamellen ansammeln, können die Wärmeabgabe beeinträchtigen. Daher empfehlen wir spezielle Reinigungsbürsten für Heizkörper zu verwenden. Diese sind extra lang und flexibel, sodass Sie auch die schwer zugänglichen Bereiche problemlos erreichen und säubern können. Stellen Sie sicher, dass Sie den Heizkörper und den umliegenden Bereich vor der Reinigung mit einem Tuch abdecken, um Verschmutzungen aufzufangen.
Bei der Reinigung sollten Sie zudem auf Risse oder Roststellen achten. Diese können ein Zeichen dafür sein, dass Ihre Heizkörper das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Risse können zu Undichtigkeiten führen und Rost kann die Heizleistung beeinträchtigen. In solchen Fällen ist es oft sinnvoller, die alten Heizkörper gegen neue, energiesparende Modelle auszutauschen, anstatt sie zu reparieren.
Der Austausch von Heizkörpern ist eine Investition, die sich jedoch langfristig auszahlt. Moderne, energiesparende Heizkörper sind nicht nur effizienter, sondern sie helfen, den Energieverbrauch und damit die Heizkosten zu senken. Darüber hinaus verbessern sie den Wohnkomfort durch eine gleichmäßigere Wärmeabgabe und tragen zu einem gesünderen Raumklima bei.
So prüfen Sie Ihre Thermostatventile: Vorsicht vor unregelmäßigem Heizbetrieb und defekten Ventilen!

Alte Thermostatventile können Unregelmäßigkeiten in der Wärmeverteilung verursachen und zu unnötig hohen Energiekosten führen.
Zunächst müssen Sie die Funktion des Thermostatventils prüfen. Drehen Sie das Ventil ganz auf und lassen Sie die Heizung auf Betriebstemperatur kommen. Wenn das Ventil ordnungsgemäß funktioniert, sollte der Heizkörper in diesem Zustand seine maximale Temperatur erreichen. Danach drehen Sie das Ventil auf eine mittlere Stufe und warten Sie bis das Ventil schließt bzw. ein Rauschen des Heizungswasser nicht mehr vernehmbar ist. Der Heizkörper sollte nun eine spürbar niedrigere Temperatur haben. Stellen Sie fest, dass sich die Temperatur nicht ändert, könnte das Ventil defekt sein.
Ein weiteres Anzeichen für ein defektes Thermostatventil ist ein unregelmäßiger Heizbetrieb. Wenn der Heizkörper trotz vollständig geöffnetem Ventil nicht warm wird, kann das auf ein klemmendes Ventil hindeuten. In diesem Fall sollten Sie das Ventil austauschen.
Aber nicht nur defekte Ventile können Probleme bereiten. Auch verschmutzte oder verkalkte Ventile können die Heizleistung reduzieren. Überprüfen Sie daher das Ventil auf sichtbare Verschmutzungen und reinigen Sie es gegebenenfalls. Bei hartnäckigen Verkalkungen kann es notwendig sein, das Ventil auszutauschen.
Ebenso ist es wichtig, die Dichtungen der Ventile zu prüfen. Diese können mit der Zeit spröde werden und undicht sein. Wasser, das aus dem Ventil austritt, ist ein eindeutiges Anzeichen dafür. Achten Sie daher auf feuchte Stellen am Ventil oder Wasserspuren an der Wand.
Die Prüfung der Thermostatventile ist ein wichtiger Schritt, um die Effizienz Ihrer Heizanlage zu gewährleisten. Sollten Sie bei der Prüfung auf Probleme stoßen, empfiehlt es sich, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Eine regelmäßige Wartung und gegebenenfalls der Austausch alter Thermostatventile kann nicht nur Ihre Heizkosten senken, sondern auch für ein angenehmeres Raumklima sorgen.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Herbstzeit die ideale Gelegenheit ist, Ihre Heizungsanlage für den Winter fit zu machen.
Um die Lebensdauer Ihrer Heizungsanlage zu erhöhen und Energie zu sparen, ist es wichtig, den Wasserdruck regelmäßig zu kontrollieren und Wasser nachzufüllen. Außerdem sollten Sie auf die Qualität des Heizungswassers gemäß der VDI 2035 Richtlinien achten, um Schäden an der Anlage zu vermeiden.
Indem man die Systemtemperaturen und die Heizkurve einer alten Heizungsanlage von einem Fachmann professionell einstellt und gegebenenfalls eine alte Umwälzpumpe gegen ein modernes, energieeffizientes Modell austauscht, können nicht nur die Heizkosten reduziert, sondern auch die Umwelt geschont werden.
Außerdem können Hausbesitzer und Heimwerker mit der richtigen Isolierung der Heizungsrohre und dem Entlüften der Heizkörper die Energieeffizienz ihrer Heizungsanlage signifikant verbessern. Die Isolierung der Rohre kann helfen, Wärmeverluste zu minimieren und den Energieverbrauch zu senken.
Ferner kann der Austausch alter Heizkörper gegen moderne, energiesparende Modelle ebenfalls zu einem Rückgang der Heizkosten führen. Insgesamt ist die Durchführung dieser einfachen Maßnahmen eine Investition, die sich auf lange Sicht bezahlt macht.