Entkalkungsanlage

Hartes Wasser hinterlässt überall im Haushalt Spuren: Kalkablagerungen auf Armaturen, verkrustete Heizstäbe und eine deutlich kürzere Lebensdauer von Spül- und Waschmaschine. Mit einer Entkalkungsanlage von heima24 schützen Sie Ihre gesamte Wasserinstallation ab dem Hauswasseranschluss und sorgen für weiches Wasser an jeder Zapfstelle. Bei uns finden Sie passende Enthärtungsanlagen führender Hersteller wie BWT, ENFIDO, LEYCO und Viessmann.
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Wasserenthärtungsanlagen für den Hausgebrauch

Eine Entkalkungsanlage, oft auch Wasserenthärtungsanlage oder schlicht Wasserenthärter genannt, reduziert den Kalkgehalt im Trinkwasser zentral und verhindert so Kalkablagerungen im gesamten Hausnetz. Sie wird direkt nach dem Wasserzähler in die Wasserinstallation eingebaut und versorgt sämtliche Zapfstellen im Haushalt mit weichem Wasser. Gelegentlich wird der Begriff mit der Umkehrosmose in Verbindung gebracht. Das ist jedoch eine Technik von Wasserfiltern, die meist nur an einzelnen Entnahmestellen zum Einsatz kommen. Eine Wasser-Entkalkungsanlage arbeitet hingegen im ganzen Haus und nach dem Prinzip des Ionenaustauschs.


Wie funktioniert eine Entkalkungsanlage?

Das Funktionsprinzip einer Entkalkungsanlage beruht auf einem Ionenaustausch. Das Rohwasser fließt durch eine Säule mit Kunstharz, an dessen Oberfläche Natrium-Ionen sitzen. Beim Durchströmen verdrängen die härtebildenden Calcium- und Magnesium-Ionen aus dem Wasser die Natrium-Ionen am Harz. Der Kalk bleibt also im Harz gebunden, während das Wasser zur Zapfstelle weiterfließt. Übrig bleibt weiches Wasser mit einem leichten Anstieg an Natrium, der im Trinkwasser unbedenklich ist.

Nach einer bestimmten Wassermenge ist das Harz gesättigt. Dann startet die Anlage automatisch eine Regeneration mit Salzlake aus dem integrierten Salzbehälter. Die Sole löst den gebundenen Kalk aus dem Harz und spült ihn ins Abwasser. Der Vorgang läuft in der Regel nachts und dauert je nach Hersteller 30 bis 60 Minuten.

Damit das Trinkwasser nicht vollständig entmineralisiert aus der Anlage kommt, wird ein Teil des Rohwassers wieder beigemischt. Eine Resthärte zwischen 4 und 8 °dH ist üblich und schützt verzinkte Leitungen zusätzlich vor Korrosion.


Warum und für wen sind Wasser-Entkalkungsanlagen sinnvoll?

Die Vorteile einer Entkalkungsanlage im Haus zeigen sich an mehreren Stellen im Alltag:

  • Schutz für Geräte und Armaturen: Waschmaschine, Spülmaschine, Wasserkocher und Kaffeemaschine verkalken deutlich langsamer. Das verlängert die Lebensdauer und reduziert teure Reparaturen.
  • Niedrigere Betriebskosten: Schon zwei Millimeter Kalkablagerungen auf einem Heizstab erhöhen den Stromverbrauch um bis zu 20 Prozent. Eine Entkalkungsanlage hält Boiler, Durchlauferhitzer und Heizungspufferspeicher kalkfrei.
  • Weniger Reinigungsaufwand: Auf Fliesen, Glasduschen und Edelstahlspülen bleiben kaum Kalkflecken zurück. Auch der Bedarf an Putzmitteln, Weichspüler und Entkalker sinkt spürbar.
  • Angenehmeres Wassergefühl: Haut und Haare wirken nach dem Duschen weicher, Cremes ziehen besser ein und die Wäsche bleibt flauschig.

Besonders ratsam ist der Einsatz in Regionen mit hartem oder sehr hartem Wasser ab etwa 14 °dH. Klassische Einsatzorte für Entkalkungsanlagen sind das Einfamilienhaus mit eigener Heizung und mehreren wasserführenden Geräten, das Mehrfamilienhaus sowie kleine Gewerbeobjekte. In all diesen Szenarien sorgt eine Enthärtungsanlage für spürbar geringere Folgekosten und einen merklichen Komfortgewinn.


Diese Entkalkungsanlagen gibt es bei heima24

Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Bauarten von Entkalkungsanlagen.
Simplex-Anlagen arbeiten mit einer einzelnen Enthärtersäule und sind besonders kompakt und preisgünstig. Während der Regeneration steht für kurze Zeit unbehandeltes Wasser zur Verfügung.
Duplex-Anlagen verfügen dagegen über zwei Säulen und arbeiten rund um die Uhr, auch bei höherem Wasserverbrauch.
In unserem Sortiment finden Sie beide Bauarten von fünf renommierten Herstellern:


BWT

BWT Enthärtungsanlagen sind innovative Systeme zur Wasserenthärtung, die Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten und Rohrleitungen effektiv reduzieren. Durch den Einsatz dieser Anlagen wird hartes Wasser in weiches Wasser umgewandelt, was nicht nur die Lebensdauer von Geräten verlängert, sondern auch den Energieverbrauch senkt.
Einer der Hauptvorteile der BWT Enthärtungsanlagen ist der Schutz vor Kalkschäden, der zu geringeren Wartungskosten führt. Weiterhin verbessert sich die Wasserqualität spürbar, was sich positiv auf Haut und Haare auswirkt. Diese Anlagen sind zudem einfach zu installieren und zu warten, was sie zu einer praktischen Lösung für viele Haushalte macht.
 

ENFIDO

Enfido Enthärtungsanlagen bieten eine kompakte Lösung zur Wasserenthärtung durch ihre Einzellanlagen mit Kabinettbehälter. Diese elektronisch mengengesteuerten Anlagen sorgen für effiziente und bedarfsgerechte Enthärtung. Sie sind besonders platzsparend und einfach zu bedienen, wodurch sie ideal für den privaten und industriellen Einsatz sind.
 

Enthärtungsanlagen von LEYCO 

LEYCO Enthärtungsanlagen, insbesondere das Modell LEYCOsoft, bieten eine effiziente Lösung zur Wasserenthärtung. Diese Anlagen entfernen zuverlässig Kalzium- und Magnesiumionen, die für Kalkablagerungen verantwortlich sind. Ein entscheidender Vorteil der LEYCOsoft-Anlagen ist ihre Fähigkeit, die Lebensdauer von Haushaltsgeräten zu verlängern und gleichzeitig Energie zu sparen. Durch die Reduzierung von Kalkablagerungen wird der Reinigungsaufwand minimiert, was zudem die Wartungskosten senkt. Die einfache Bedienung und die hohe Zuverlässigkeit machen LEYCOsoft zur idealen Wahl für Privathaushalte und Unternehmen.
 

Viessmann Vitoset Aqua

Die Viessmann Enthärtungsanlagen Vitoset Aqua bieten eine zuverlässige Lösung gegen kalkhaltiges Wasser und sind in zwei Leistungsklassen mit Durchflussmengen von 15 bis 18,9 l/min verfügbar.
Sie schützen Wasserleitungen und Geräte wie Heizkessel, Warmwasserbereiter und Haushaltsgeräte vor Kalkablagerungen und verlängern deren Lebensdauer. Ein großes Plus ist die Steuerung über die ViCare App, die den Betriebszustand überwacht und bei Leckagen automatisch das Wasser absperrt.
Der minimaler Wartungsaufwand dank automatischer Regeneration und einfacher Handhabung erhöht die Effizienz und Sicherheit im Haushalt.
 

Wie wird eine Entkalkungsanlage installiert?

Eine Entkalkungsanlage wird in den zentralen Wasserkreislauf des Hauses eingebunden. Der richtige Einbauort liegt direkt hinter dem Wasserzähler, jedoch noch vor dem Boiler, dem Durchlauferhitzer und der Heizungsanlage. So wird das gesamte Trinkwasser im Haushalt entkalkt, bevor es zu den Geräten und Zapfstellen gelangt. Für die Installation sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Aufstellort: Der Raum muss frostfrei und ausreichend belüftet sein. Üblich ist die Aufstellung im Keller oder im Hauswirtschaftsraum.
  • Stromanschluss: In der Nähe der Anlage wird eine 230-V-Schuko-Steckdose benötigt.
  • Bodenablauf: Für das Spülwasser der Regeneration ist ein Bodenablauf oder eine Hebeanlage nötig.
  • Wasserdruck: Die meisten Anlagen arbeiten in einem Druckbereich von 2 bis 8 bar. Bei höherem Eingangsdruck muss zusätzlich ein Druckminderer eingebaut werden.
  • Vorfilter: Ein vorgeschalteter Wasserfilter verhindert, dass Schmutzpartikel ins Harz gelangen und die Anlage beschädigen.

Die Installation einer Wasserenthärtungsanlage ist ausschließlich Fachbetrieben vorbehalten, die in das Installateurverzeichnis des örtlichen Wasserversorgers eingetragen sind. Die Inbetriebnahme umfasst neben dem hydraulischen Anschluss auch das Einstellen der gewünschten Resthärte, die Programmierung der Steuerung sowie eine erste Hygienespülung des Harzes.
 

Welche Größe bzw. Kapazität ist die richtige für Ihr Haus?

Die passende Größe einer Entkalkungsanlage hängt von drei Faktoren ab: der Anzahl der Personen im Haushalt, dem täglichen Wasserverbrauch und dem lokalen Härtegrad des Wassers. Als grobe Orientierung gelten folgende Richtwerte für das Harzvolumen:

  • 9 bis 10 Liter: für 1 bis 4 Personen, etwa im kleineren Einfamilienhaus.
  • 14 bis 15 Liter: für 4 bis 10 Personen, etwa im klassischen Einfamilienhaus mit voller Belegung oder im kleinen Mehrfamilienhaus.
  • 20 bis 22 Liter: für 10 bis 15 Personen, also größere Mehrfamilienhäuser oder Haushalte mit überdurchschnittlichem Wasserverbrauch.
     

Wie oft muss eine Entkalkungsanlage gewartet werden?

Moderne Enthärtungsanlagen sind weitgehend wartungsarm, doch ganz ohne Pflege geht es nicht. Drei Wartungsintervalle haben sich etabliert:

  • Regelmäßig durch den Betreiber: Sie sollten den Salzstand prüfen und bei Bedarf nachfüllen sowie eine Sichtkontrolle auf Undichtigkeiten und Auffälligkeiten am Display oder an den Anschlüssen vornehmen.
  • Einmal jährlich durch den Fachbetrieb: Hierbei erfolgt die Wartung mit Kontrolle der Resthärte, Funktionsprüfung der Soleansaugung und Sichtprüfung des Soleventils.
  • Alle 3 bis 5 Jahre: Verschleißteile wie Kolben, Dichtungen und Soleventil werden nach etwa 3 Jahren ausgetauscht, Motor und Zähler nach rund 5 Jahren. Die genauen Intervalle finden Sie im Wartungsplan des jeweiligen Herstellers.

Viele Hersteller bieten Wartungsverträge an, die diese Intervalle automatisch koordinieren. Das spart Zeit und stellt sicher, dass die Trinkwasserqualität dauerhaft den Vorgaben der Trinkwasserverordnung entspricht.


Häufige Fragen zu Entkalkungsanlagen

Wie wird der Härtegrad des Wassers gemessen?

Die Wasserhärte wird in Deutschland in °dH (Grad deutscher Härte) angegeben. Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz unterscheidet drei Härtebereiche: weich bei einem Wert bis 8,4 °dH, mittel zwischen 8,4 und 14 °dH und hart ab 14 °dH. Den genauen Wert für Ihren Wohnort erfahren Sie beim örtlichen Wasserversorger, oft sogar direkt online.
 

Wie beeinflusst eine Entkalkungsanlage den Geschmack des Wassers?

Weiches Wasser schmeckt subtiler als hartes, weil mit dem Kalk auch ein natürlicher Geschmacksträger reduziert wird. Viele Nutzer empfinden das als angenehm, vor allem bei der Zubereitung von Kaffee und Tee, deren Aromen mit weichem Wasser deutlicher zur Geltung kommen. Der Mineralgehalt bleibt in der Summe ähnlich, da Calcium und Magnesium gegen Natrium getauscht werden.


Ist eine Entkalkungsanlage umweltfreundlich?

Ein Wasserenthärter sorgt für einen geringen Verbrauch an Reinigungsmitteln, Weichspülern und Entkalkern, eine längere Lebensdauer aller wasserführenden Geräte und einen niedrigeren Energiebedarf bei der Warmwasserbereitung. Demgegenüber stehen der erhöhte Salzgehalt im Abwasser und der zusätzliche Wasserverbrauch bei der Regeneration. Über die gesamte Lebensdauer fällt die Umweltbilanz in Regionen mit hartem Wasser in der Regel positiv aus, weil die eingesparten Ressourcen den Mehrverbrauch übersteigen. Moderne Anlagen optimieren ihren Salz- und Wasserverbrauch zusätzlich automatisch, etwa über Effizienzmodi oder durch parallele Säulen, die nur dann regenerieren, wenn es nötig ist.
 

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